Warum die Zeit immer schneller vergeht und was wir tun können
Warum die Zeit immer schneller vergeht und was wir tun können

Warum die Zeit immer schneller vergeht und was wir tun können

Denkt mal für einen Moment nach: Wann war Euer erster Kuss? Wann habt Ihr die Schule abgeschlossen? Wann seid Ihr in Eure erste Wohnung gezogen? „Verdammt lang her“, wie BAP singt, oder?

Ein paar Fakten für Euch – der Mauerfall ist jetzt 28 Jahre her, die Terroranschläge vom 11.September in New York 15 und die Einführung des Euro 14 Jahre. Das macht einen schon nachdenklich, oder?

Es ist erwiesen, dass in den Jahren zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr die Zeit nur so verfliegt. Wir haben das Gefühl das Jahr hätte gerade erst begonnen und jetzt feiern wir schon bald wieder Weihnachten. Aber voran liegt das?

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Wenn wir Kinder sind, ist alles neu für uns. Wir lernen zu krabbeln, zu laufen, die Welt zu erkunden. Jeden Tag neue Eindrücke und Erfahrungen. Auch als Jugendlicher und junger Erwachsener lernen wir noch viel Neues kennen.

Irgendwann stecken wir dann im Hamsterrad fest. Der gleiche Job, die gleiche Wohnung, der gleiche Partner  – und das seit vielen Jahren. Jeden Morgen die gleiche Routine, jede Woche derselbe Ablauf, ein Jahr gleicht dem anderen.

Wie die Zeit vergeht

Wenn wir am Morgen in den Spiegel schauen, falls uns nichts Spezielles auf. Vielleicht ein graues Haar mehr. Oder der müde Ausdruck im Gesicht, den wir immer öfter haben. Aber älter fühlen wir uns eigentlich nicht.

Das wir älter werden, merken wir besonders an unseren Kindern. Wie sie wachsen, wie sie reifer werden, wie sie fast schon erwachsen sind. Und wenn wir uns alte Photos anschauen. Und sehen wie viel jünger wir auf ihnen aussehen. Weniger Falten um die Augen, aber auch weniger Lachfältchen.

Dieses Photo ist Ende der 70er Jahre im Kölner Zoo entstanden. Und zeigt drei Generationen starker Frauen – meine Oma, meine Mutter und mich. Wenn ich daran denke, wie alt das Photo ist und dass meine Oma schon lange tot ist, wird mir klar, wie schnell die Zeit vergeht.

Ein Ausflug in die Vergangenheit
Ein Ausflug in die Vergangenheit

Die Rushhour unseres Lebens

Vor einigen Monaten haben wir das Photo der drei Generationen wiederholt. In meinem Garten mit meiner Mutter, meiner Tochter und mir. Ich kann nicht fassen, dass meine Tochter schon 11 Jahre ist. War sie nicht erst gestern ein Baby?

Jetzt sind wir Frauen über 40 in der Rushhour unseres Lebens. Im Job, aber auch zuhause. Zwischen Kindern im Teenageralter und pensionierten Eltern. Mit wenig Zeit für uns und unserem eigenen Älter-Werden beschäftigt.

Aber der Lauf der Zeit ist nicht aufzuhalten. Wir können nur das Beste daraus machen. Wer weiss, vielleicht gibt es in 20 oder 30 Jahren dasselbe Photo mit meiner Tochter, ihrer Tochter und mir?

Drei Generationen
Drei Generationen

Was können wir tun?

Um die Zeit zu entschleunigen und das Leben wieder bewusster wahrzunehmen, brauchen wir neue, emotionale Erlebnisse. Es fängt im Kleinen an – einfach einmal einen neuen Weg durch die Stadt zur Arbeit gehen, etwas Unbekanntes essen oder eine fremde Landschaft erkunden.

Wir könnten eine Freundin anrufen, mit der wir seit Jahren nicht gesprochen haben oder einen Urlaub planen, der so ganz anders ist, als alle Urlaube, die wir bisher erlebt haben. Zum Beispiel eine Fahrt mit der sibirischen Eisenbahn, einen Rucksackurlaub in Asien oder eine Safari in Afrika.

Oder jetzt im Advent Zeit mit kranken und alten Verwandten verbringen und sehen wieviel Freude wir ihnen bereiten. Oder mit den Enkelkindern, Kindern, Nichten und Neffen spielen und die Welt durch ihre Augen sehen. Uns Zeit nehmen für die Familie. Und vielleicht ein traditionelles Weihnachtsfest wie früher planen?

„Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.“ sagte Adolph Kolping. Und recht hatte er. Unsere Zeit zusammen ist begrenzt. Deshalb sollten wir sie geniessen. Jeden Tag. Jetzt in der Adventszeit ist eine gute Gelegenheit neue, emotionale Erinnerungen zu schaffen. Einander wertvolle Zeit zu schenken. Denn mitnehmen können wir alle nichts.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen besinnlichen 2. Advent.

Einen besinnlichen 2.Advent
Einen besinnlichen 2.Advent

12 comments on “Warum die Zeit immer schneller vergeht und was wir tun können”

  1. 🙂 Liebe Steffi,
    das ist ein wunderbarer Post!
    Du hast vollkommen Recht – das Leben verfliegt wie im Fluge.
    Minuten, Stunden, Tagen und Wochen rasen vorbei.
    Ich habe mir Elas Post zum 3. Dezember zu Herzen genommen und das Wochenende nix getan, ausser mich mit der Familie zu beschäftigen und zu „entschleunigen“. Sehr entspannend.
    Das sind übrigens sehr schöne Fotos von Dir und Deinen Damen.
    Herzliche Grüße

    • Vielen Dank 🙂
      Ich finde, wir müssen uns immer wieder klar machen, wie schnell das Leben verfliegt.
      Und entschleunigen!
      Liebe Grüsse
      Steffi

  2. Ein schöner Post. Ihr seht euch sehr ähnlich. Ich bin wie immer ganz ehrlich. Ich bin 50. Mir fällt vieles echt nicht mehr so leicht wie vor 20 Jahren. Allerdings merke ich auch dass es mir heute leichter fällt meine Freizeit so zu verbringen wie ich möchte. Das wird mir immer wichtiger. Meine Kinder sind groß, 23 und 25 Jahre alt, da darf ich das auch. Meine Freizeit ist mir bei Vollzeitjob sehr wichtig geworden und ich brauche wirklich Phasen der Erholung. Entschleunigen, Du triffst es voll 🙂
    Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

    • Ich merke auch, dass mir vieles nicht mehr so leicht fällt, wie vor 20 Jahren.
      Deshalb ist es wichtig, dass wir einen Gang zurück schalten.
      Lieben Dank und Dir auch einen schönen Tag 🙂
      Steffi

  3. Wie schön die Bilder der 3 Generationen. Ich habe auch das Gefühl, die Zeit rast immer mehr. Daher finde ich es schön, am Wochenende zu entspannen und mal nichts zu tun. Die Zeit mit der Familie und Freunden sollte man wirklich genießen.

    Liebe Grüße Sabine

  4. Schöne Bilder und nette private Einblicke.
    Meine Rushhour hatte ich so ab Anfang 30, Kind, Studium, Vollgas. Ende letzten Jahres habe ich auch die Bremse getreten, nachdem ich schon vor vier Jahren den Fuß etwas vom Gas genommen habe. Denn Zeit ist mir wichtig geworden. Für meine Kinder, für mich. Und jetzt vergeht sie wieder ein bisschen langsamer, meine Zeit. Und das tut sehr gut.
    Liebe Grüße
    Andrea

  5. Liebe Steffi,
    das ist ein wirklich schöner Bericht. Du hast mich damit berührt und nachdenklich gemacht.
    Ich nehme mir täglich vor bewusster zu Leben und falle doch wieder in meine Routine. Danke für deinen Denkanstoß!
    GLG Natascha

    • Liebe Natascha,
      ich danke Dir.
      Ich kenne das – ich falle auch immer wieder zurück in meine Routine.
      Wir müssen uns halt täglich daran erinnern.
      Liebe Grüsse
      Steffi

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