Positano
Positano

Ein wunderschöner Teil Italiens ist die Amalfiküste am Golf von Salerno. Eine malerische Steilküste mit pittoresken Dörfern, die in den Berg hineingebaut zu seien scheinen. Zitronen, Orangen und Limonen wachsen dort an jeder Ecke. Üppige Vegetation, azurblaues Meer und Sandstrände. Farbenprächtige Blumen, hohe Klippen und tiefe Schluchten. Diese einzigartige Landschaft war zur Zeit der Römer nur per Schiff erreichbar. Heute schlängelt sich eine ständig immens befahrende, einspurige Strasse die Küste entlang. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, hat mehr als einmal Angst vor entgegenkommenden Reisebussen oder LKWs. Aber, oh Wunder, unser Wagen kam ohne eine Schramme heim.

Dies ist das Klischeebild Italiens in Reinform, wie wir Deutschen es seit den 50er Jahren lieben. Wer meinen Blog verfolgt hat, weiss dass ich grosser Italienfan bin und Euch schon von Sardinien, Lago d’Orta und Apulien berichtet habe. Schon immer wollte ich an die Amalfiküste und habe es dann letzten Frühling endlich geschafft.

Limonen, Orangen & Zitronen
Limonen, Orangen & Zitronen

Positano

Entlang der Serpentinenstrasse reihen sich bekannte Orte wie Sorrent, Positano, Praiano, Amalfi und Ravello, wie Perlen an einer Kette auf. Die Dörfen sind touristisch sehr erschlossen – kleine Boutiquen, typische Restaurants und einige Sehenswürdigkeiten. Die Küste ist ca. 75 km von der Millionenstadt Neapel entfernt. Mir persönlich haben am besten Positano und Praiano gefallen. Positano hat für mich Hippieflair und ist besonders schön am frühen Morgen. Wenn die Cafés und Geschäfte gerade öffnen und noch nicht die Touristenmassen dort sind. Von Positano legt auch die Fähre auf die Insel Capri ab. Leider könnten wir wegen hohem Seegang die Überfahrt nicht machen.

Positano
Positano

Pompeij

Zwei Highlights darf man auf keinen Fall verpassen: Pompeij und den Vesuv. Pompeij war eine römische Stadt und ist mit Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n.Chr. untergegangen. Weltberühmt ist die Stadt heute, weil sie durch die Lavaasche weitgehend konserviert wurde und deshalb wunderbar erhalten ist. Lange war sie verschüttet und in Vergessenheit geraten und würde erst im 18.Jahrhundert wiederentdeckt. Da die vielen Touristen der antiken Stadt zusetzen, sind leider heute nicht mehr alle Bereiche zugänglich. Was aber noch besichtigt werden kann, ist sehr beeindruckend. Man kann sich richtig vorstellen, wie die Menschen hier in dieser Zeit gelebt haben. Rechnet genügend Zeit für die Besichtigung ein – mindestens einen halben Tag, besser einen ganzen.

Pompeij
Pompeij

Vesuv

Der Vesuv thront majestätisch im Hinterland der Amalfiküste. Der Vulkan ist immer noch aktiv und könnte jederzeit ausbrechen. Er gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Es gibt auf halber Höhe einen Parkplatz und von dort fahren Busse zum Krater. Hier steigt man dann die letzten Höhenmeter selber und kann dann auf Wanderwegen den Kraterrand erkunden. An klaren Tagen hat man einen spektakulären Blick über Neapel und die Meeresbucht. Sehr interessant und ein bisschen unheimlich. Denn es brodelt irgendwie immer dort und Schwefeldämpfe steigen auf. Leider kann man den Krater nicht ganz umrunden und muss nach der Hälfte umkehren. Eine bizarre Mondlandschaft, die uns erinnert, dass wir den Kräften der Natur auch heute noch hilflos ausgeliefert sind.

Vesuv
Vesuv

Praiano

In Praiano, einem kleinen Fischerdorf, war unser Hotel. Der Ort ist nicht so überlaufen und hat weniger Touristen als Sorrent oder Amalfi. Überall an der Küste kann man hervorragend essen. Die besten Pizzas, denn die wurden in Neapel erfunden oder Spaghetti alle Vongole (mit Muscheln). Viele Restaurants haben einen traumhaften Blick über das Meer. So geniessen wir die Aussicht und lassen den Abend bei einem Glas Rotwein ausklingen.
Und hoffen bald wieder nach Bella Italia zurückzukehren 🙂

Entlang der Amalfiküste
Entlang der Amalfiküste

8 comments on “Entlang der Amalfiküste”

  1. Sehr schöne Bilder sind das hier heute wieder bei bei Dir. Obwohl heute auch noch draußen die Sonne lacht, bewölkt sich der Himmel leider schon und ich bekomme glatt ein bisschen Fernweh. LG und einen guten Start ins WE
    Sunny

    • Danke, Sunny. Bei uns ist ab heute das schöne Wetter auch vorbei und der Winter kommt wieder.
      Da kann man schon Fernweh bekommen 🙂
      Liebe Grüsse und schönes Wochenende
      Steffi

  2. Was für ein schöner Bericht. Ich könnte wenn ich das sehe direkt in den Urlaub fahren. Ich war auch schon einige Male in Italien, aber noch nie dort wohin du uns jetzt entfürt hast. Wirklich sehenswert.
    LG Petra

    • Ich danke Dir für Dein tolles Feedback, Petra.
      Schön, dass es Deine Reiselust weckt 🙂
      Schönen Sonntag und liebe Grüsse
      Steffi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.